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Pressenachlese:
WAZ 4.7.05
Farbenfrohe Trachtengruppen brachten Schwung auf die Meile
Brauchtum aus dem ganzen Land - Viele Wolfsburger waren dabei
Trachtengruppen tanzten drei Tage lang auf den Bühnen der Festmeile zum Tag der Niedersachsen. Sie kamen aus dem Harz und aus der Heide, von der Nordseeküste und aus der Region Wolfsburg, aus dem Weserbergland und vielen anderen Gegenden und Städten, in denen niedersächsisches Brauchtum hoch gehalten wird.
In farbenfrohen, prächtigen und aufwändig gearbeiteten Trachten präsentierten sich die Tänzer aus Niedersachsen dem Publikum. Viele Wolfsburger Kultur- und Trachtengruppen traten auf. Tanze aus Holland zeigten die Kokeltaler aus Wolfsburg. „Der Dreschflegel" und „Die kesse Maid" waren nur zwei der flotten Tänze aus dem Repertoire der Gruppe.
Die Steinbekers aus Nordsteimke führten schwungvolle und originelle Tanze vor, etwa die Sternenpolka oder die Tangermünder Quadrille. Die Volkstanzgruppe Vorsfelde ließ sich ihren Auftritt auf den Bühnen in Wolfsburg nicht nehmen. „Wir sind immer beim Tag der Niedersachsen dabei. Aber in der Heimatstadt ist das etwas ganz Besonderes", sagte Brigitte Schulze, Leiterin der Gruppe. Die Tänze Lauterbacher und Schlunz begeisterten die Zuschauer.
In schlichten, schönen Kleidern aus der Biedermeierzeit trat die Volkstanz- und Trachtengruppe Die Fallersleber auf. „Das hat Spaß gemacht", sagte Bürgermeisterin und Tänzerin Bärbel Weist nach dem tollen Auftritt.
WAZ 4.7.05
Gifhorner beim Tag der Niedersachsen: Danzlüe, Landfrauen und Fanfaren
Bei „Danz op de Deel" klatschten alle mit - Festumzug war für die Gruppen wie ein Heimspiel
Volkstanzgruppen, Chöre, Orchester, Musikzüge, Sportvereine: Die Gifhorner feierten beim Tag der Niedersachsen in Wolfsburg kräftig mit. Viele Gifhorner nahmen auch am großen Festumzug teil, bei dem über 130 Gruppen durch die City zogen.
Historische Tanze aus dem norddeutschen Raum präsentierten „De Gifhorner Danzlue“. Bei „Dans op de Deel", klatschte das Publikum mit. Die Besonderheit: „De Gifhorner Danzlue machen live Musik bei ihren Auftritten. Auch wenn die Gruppe Rummel und viele Zuschauer gewohnt ist - schon sei der Auftritt in Wolfsburg auf jeden Fall gewesen, sagte Vorsitzender Jürgen Schrader. „Das war sozusagen ein Heimspiel."
Die jüngste Tänzerin der Trachtengruppe des Uniformierten Schützenkorps (USK) ist fünf Jahre alt, Annemarie Schulz stand auch in Wolfsburg auf der Bühne. Während die ganz Kleinen noch aufgeregt waren, nahmen es die Größeren gelassen. „Wir haben solche Auftritte öfter", sagte Theresa Gens (11) selbstbewusst.
Richtig Power hatte auch die Volkstanzgruppe Brome. Die Kinder tanzten einen irischen und einen französischen Tanz - das war flott. Mit einem Line-SquareDance zu James Last` Neuauflage von „Oh Susanna" zeigten die Erwachsenen, wie fetzig Volkstanz sein kann.
Bei Festumzug durch die City mit von der Partie waren auch der Fanfarenzug Rühen, die Volkstanzgruppe der Landfrauen Hohne-Ummern und die Volkstanzgruppe Hahnenhorn.
WAZ 4.7.05
Riesiger Festumzug durch Wolfsburg: Die ganze Innenstadt stand Kopf
Fernsehen sendete eine Stunde lang live Menschenmassen bejubelten die 3300 Teilnehmer
(kn) Was für ein Spektakel! Der Fest- und Trachtenumzug , gestern zum Tag der Niedersachsen hat ganz Wolfsburg auf die Beine gebracht. Wer nicht selbst mitmarschierte, stand am Straßenrand. Marita Rosner vom Kreisschützenverband: „Es waren unglaublich viele Zuschauer - wir hatten einen riesigen Spaß!" Das Fernsehen sendete eine Stunde lang live aus Wolfsburg.
Tausende säumten die Straßen, erlebten den größten Umzug in der Geschichte Wolfsburgs. 3300 farbenfrohe Teilnehmer aus 133 Gruppen sangen, tanzten und winkten. Rock, Pop, Folklore, Jazz, Volksmusik, mittelalterliche Klänge - die Vielfalt der Musik spiegelte die Vielfalt der niedersächsischen Vereinslandschaft wider.
Direkt hinter der Reiterstaffel der Polizei an der Spitze marschierten Innenminister und Schirmherr Uwe Schünemann sowie Oberbürgermeister Rolf Schnellecke in Begleitung der Bürgermeister der bisherigen Ausrichterstädte des Tages der Niedersachsen. Dann folgten die Gruppen - darunter auch fast 40 aus Wolfsburg.
Das schwüle Wetter tat der guten Laune der Marschierer keinen Abbruch. „Am Ende wartet kühles Bier auf uns", feuerte Rudolf Mikoleiczyk, Vorsitzender der Wolfsburger Kultur- und Trachtengruppe Kokeltaler, seine schwitzenden Mitstreiter an.
Den gigantischen Umzug sahen nicht nur zahllose Wolfsburger und auswärtige Gaste: An der Kreuzung Pestalozziallee/Friedrich-Ebert-Straße filmte der NDR diesen Höhepunkt beim 25. Tag der Niedersachsen - und übertrug sogar eine Stunde lang live!
Wolfsburger Nachrichten 4.7.05
Traditionsmarschierer mit Kick
Das Schrittempo bleibt beim Trachtenumzug in Wolfsburg, dennoch bekommt die Schau mehr Schwung
Von Robert Stockamp und Christian Franz
Die Uhr des St.-Christophorus-Glockenturms schlägt vier. Los geht's. Punkt 16 Uhr setzt sich der Fest und Trachtenumzug des 25. Tags der Niedersachsen gestern in Bewegung Und bleibt so schnell nicht mehr stehen. Alles und alle, die Niedersachsens Tradition auf Trab halten paradieren mehr als eine Stunde lang an mehrreihigen Zuschauerspalieren vorbei
Mehr als 130 Gruppen von Vereinen, Verbänden und Organisationen haben sich herausgeputzt, fein gemacht, vorbereitet, fit trainiert. Allein mehr als 80 Trachtengruppen nahmen an dem Umzug teil und damit etwa die Hälfte der 156 Vereine die im Landestrachtenverband Niedersachsen zusammengeschlossen sind. Blickfange waren die Vielfalt der sorgfaltig bewahrten Trachten, ergänzt um Handw erkszeug, Instrumente und Festtagsschmuck.
All das lasst sich auf die große Zahl der eigenen Traditionen im ländlichen Niedersachsen zurückführen. Aber auch auf das, was man heute unter Trachten versteht. Denn dabei geht es längst nicht mehr nur um Festanzüge. Auch die Arbeitskleidung der Knechte, Mägde und Bauern wird in den Vereinen als Trachten vorgeführt. Noch bunter wurde es durch ausländische Kostüme. Ihr Ursprung. reichte bis Spanien. Das war aber immer noch nicht alles, der Zug war einfach länger. Und auf diesen Abschnitten gab es ganz neue Hingucker. Das Sambaprojekt der Musikschulen der Region Braunschweig etwa. Die afrikanischen Trommler und Stelzenläufer der Gruppe Paradies. Stepptänzer und klassenweise Nachwuchstänzerinnen der Braunschweiger Ballettschule am Burgwall. Die Cheerleader Honeybees eroberten mit immer neuen Schauwürfen den Luftraum Über den Zuschauern. Und Wolfsburg wäre nicht Wolfsburg, wenn es nicht aus Sicherheits- und Stilgründen gleichermaßen Pferde (bis auf die der Polizei) durch Pferdestärken ersetzt hatte.
Eine herzerwärmend e Auswahl von Oldtimern quälte sich eigens im Schritttempo der Fußgänger mit - Höchstleistung für die betagten Kupplungen der Schnauferl vom Kaliber Porsche 356 oder Ur-Polo. Im Idealbereich dagegen bewegte sich das erste VW-Bähnle, in dem Wolfsburgs Stadtälteste dem Bürgermeisterpulk aus den Ausrichterstädten um Oberbürgermeister Rolf Schnellecke folgten.
Klar, dass immer wieder Beifall aufbrandet. Wenngleich das lange Stehen manch einen etwas ermattet. Besser haben es da Evelina Spezia und Ursula Schäfer. Die Vorarbeiterin der Reinigungskolonne hat einfach ein paar Stuhle aus dem nahen Ratsgymnasium geholt. Den absoluten Lagenplatz besitzt aber Nadim al Chamarani. Er guckt am N3-Standort ausgangs der Pestalozziallee aus dem Fenster. „Ich wohne hier."
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