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Volkstanz meets Folk Seminar des LTN in Bredbeck
 UnterschNeu waren aber auch die Referenten von der Folkgruppe „Die Hayner“. Torsten Dreher, Gründer der Gruppe aus Hessen, leitete den Musik-Workshop, Tilman Teuscher als Tanzleiter wurde unterstützt von Richard Buchner als Lehrgangsmusikant.
Üblicherweise spielen „Die Hayner“ zum Balfolk, also nicht für Tanzauftritte, sondern auf Bällen und Festen, bei denen eben nicht Popmusik, sondern traditionelle Folklore gespielt und getanzt wird. Während in dieser Szene häufig irische oder französische Tänze im Vordergrund stehen, haben sich „Die Hayner“ seit längerer Zeit auch um deutsche Folklore und hier insbesondere um die Tänze aus Hessen gekümmert.
So standen neben französischen Branles (Kettentänze) und Bourrées (Paartänze) auch hessische Tänze auf dem Programm. Während die hessischen Tänze für die meisten zwar neu, aber doch in ihrer Art vertraut waren, m ussten sich alle auf die Bourrées erst einstellen.
Abends spielten die drei Referenten dann gemeinsam mit Harmonika, Geige, Dudelsack, Drehleier oder Nykkelharpa. Musikalisch können wir mit Sicherheit von der Folkszene noch viel lernen. Wenn traditionelle Tänze interessant und mitreißend gespielt werden, können wir besser junge Leute dafür begeistern.
Getanzt wurde abends viel und lange, allerdings eher dann, wenn „unsere“ Musikanten vertraute Tänze spielten. So wie die Leute, die zum Balfolk gehen, selbstverständlich irgendeine Bourrée tanzen, wird eben bei uns eine Quadrille getanzt. Wenn sich auch das Repertoire nicht deckt, konnten bei diesem Seminar, so denke ich, eventuell vorhandene Berührungsängste überwunden werden und insbesondere die Musiker/innen konnten wieder einmal sehr von diesem Seminar profitieren.
Aber auch die Tänzer/innen zeigten sich zufrieden. Zum einen, weil in Bredbeck immer eine motivierte Gruppe zusammenkommt, die viel Spaß am Tanzen hat und nicht erst lange auf die Tanzfläche gebeten werden muss. Zum anderen, weil man hier neue Motivation für den Alltag in der eigenen Gruppe tanken kann. Denn hier muss man mal nicht vorne stehen, andere motivieren und für vieles selbst verantwortlich sein. Das gute Essen und die gute Unterkunft trugen ebenfalls dazu bei, dass die Anwesenden das Wochenende nicht als zusätzliche Pflicht, sondern als Erholung vom Alltag empfanden. Für mich persönlich galt das diesmal in besonderem Maße, da ich einmal nicht als Referent dort war und das Wochenende noch mehr genießen konnte.
Erwin Luttmann
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