Tag der Niedersachsen in 
Cuxhaven 2007

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Sonntagsjournal 8.7.07
Cuxhaven in Festlaune
Sonniges Wetter lockt beim „Tag der Niedersachsen" Tausende an die Kajen

Cuxhaven (kop). Was Menschen glücklich macht, weiß der Landesvater genau: „Gemeinsam feiern" - dazu lud Ministerpräsident Christian Wulff gestern die vielen „Niedersachsentag"-Besucher von der Festbühne aus ein. Nach einem leicht verregneten Auftakt am Freitag fiel der offizielle Startschuss zum 27. „Tag der Niedersachsen" am Sonnabendvormittag bei strahlendem Sonnenschein - ideale Voraussetzung, damit sich die Ausrichterstadt Cuxhaven von ihrer besten Seite her zeigen konnte
Für das geeignete Ambiente hatte das Organisationskomitee im Vorfeld gesorgt: Neben den zahlreich eingelaufenen Marine- und Behördenschiffen stellte vor allem die inzwischen für museale Zwecke genutzte „Cap San Diego" einen Blickfang dar, der sich der Stadt am Meer als würdig erwies. Mit diesem schwimmenden Zeugen maritimer Geschichte" im Rücken verfolgten Besucher aus dem ganzen Land ab 11 Uhr die von zwei Herren aus dem Bundesligageschäft moderierte Eröffnungsshow. Stadionsprecher Georg Poetzsch (VfL Wolfsburg) und Christian „Stolli" Stoll (Werder Bremen) baten erst den Ministerpräsidenten, dann Cuxhavens OB Arno Stabbert zu sich auf die Bühne. Statt politischer Statements gab es aus deren Munde Lob für die engagierten Bürgerinnen und Bürger im Lande: „Der Tag der Niedersachsen ist ein Fest der Ehrenamtlichen", erklärten Landes- und Stadtoberhaupt übereinstimmend.
Tatsächlich sorgten vor allem die zahlreich angereisten Sport- und Musikgruppen, Vereine und Verbände für das nötige Leben und die farblichen Akzente auf der drei Kilometer langen Festmeile rund um den alten Cuxhavener Fischereihafen. Mitglieder von Trachtengruppen aus dem gesamten Bundesland flanierten in malerischem Sonntagsstaat und unterhielten auf den Nebenbühnen mit Volkstanzeinlagen, während auf dem Hauptpodium die Sängerin Florence Joy, Entertainer Juliano Rossi sowie die Artisten einer Einrad- und einer Hip-HopDance-Gruppe das Publikum in Feierlaune versetzten. Beeindruckend war auch die Ankunft von 840 Radlern einer Sternfahrt aus Schiffdorf, Langen und Hemmoor.


Cuxhavener Nachrichten 9.7.07

Hafen bot schöne Bühne für Trachten

Zwei Tage Non-Stop-Programm auf zwei Bühnen

tas. - Die Trachtengruppen bestimmten auch schon am Sonnabend das Bild auf der Festmeile. Vor allem im Bereich des Alten Fischereihafens waren sie bei meist herrlichem Sonnenschein zu bewundern.

Denn dort befand sich eine der zentralen Bühnen des Landestrachtenverbandes. Von 10 Uhr bis in den frühen Abend waren dort nonstop die Folklore-und Volkstanzgruppen in Aktion zu erleben, von ganz kleinen mit drei bis fünf Mitwirkenden, bis hin zu meist bunt gewandeten Verbänden in Großklassenstärke. Bevor sie am Sonntag im großen Aufmarsch durch die Innenstadt zogen, hatten sie auf den Bühnen ihren eigentlichen Auftritt. Die Zuschauer
konnten dabei auch einiges über die Herkunft der Trachten und die Geschichte des jeweiligen Ortes oder Landstrichs erfahren. Mit von der Partie waren selbstverständlich auch die wenigen hiesigen Trachtengruppen, wie die Sohl'nborger Büttpedder oder die Volkstanz-und Trachtengruppe aus Hemmoor. Die rund 5000 Beteiligten konnten nach dem Umzug zufrieden wieder nach Hause fahren. Mit der maritimen Festmeile haben sie für zwei Tage eine vorzügliche Bühne für ihr Hobby gehabt. Und der Spaß im Kreise Gleichgesinnter dürfte auch nicht zu kurz gekommen sein. Jedenfalls konnte man rund um die Bühnen die Volkstanzfreunde auch häufiger bei einem Bierchen in geselliger Runde beobachten.

 


Nordseezeitung 9.7.07

Fürs Landesfest ganz groß herausgeputzt
Trachtengruppen beherrschen das Bild beim „Tag der Niedersachsen"


Auf den Bühnen wirbeln Volkstänzer, Einradfahrer und Mary Roos, auf den Wegen flanieren Trachtengruppen im Festtagsstaat und auf den Aktionsfeldern baggern Beach-Volleyballer und Kinder zeigen ihre Karate-Künste: Der „Tag der Niedersachsen" in Cuxhaven ist nichts für eine kurze Stippvisite. „Das ganze Programm schaffen wir nie", seufzt Gerhard Aigner, Urlauber aus Heilbronn.
Mit seiner Frau Elke ist er zum dritten Mal in 25 Jahren Feriengast im Nordseebad. Das Wattwandern und die Seeluft locken in den Norden. Den „Tag der Niedersachsen" stimmt das Paar vor allem auf die Wünsche von Enkeltochter Jasmin (6) ab. „Hier gibt's so viele Angebote. Da sind wir ja am Abend noch nicht durch", ahnt Gerhard. Aigner am Mittag. Er ist beeindruckt von Umfang und Vielfalt des Angebots. Gerade probiert Jasmin die THW-Kletterwand aus.
„Die glücklichsten Menschen der Welt leben angeblich auf einer Insel in der Südsee. Sie sind so zufrieden, weil sie miteinander und füreinander leben. Wenn man den ,Tag der Niedersachsen' erlebt, hat man den Eindruck, hier ist es genauso. Wo sonst tun die Menschen so viel mit- und füreinander?" Mit diesem Lob für die 6000 Aktiven hat Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff das Fest am Sonnabend eröffnet.
2,4 Millionen Menschen engagieren sich in Niedersachsen ehrenamtlich. „Ohne sie wäre das alles hier nicht möglich", betonte Wulff. Oberbürgermeister Arno Stabbert ergänzte, dass allein in
Cuxhaven ein Drittel der Einwohner in Vereinen und Verbänden organisiert sei. Das, garantiere die Vielfalt, die sich auch beim Fest „vor der wunderbaren Hafenkulisse" widerspiegele.
Heinrich Weiland ist einer dieser Ehrenamtlichen, denen das Lob der Politiker gilt. Der 75-jährige Bückeburger hat vor 53 Jahren in seiner Heimatstadt eine Trachtengruppe gegründet. „Ich hatte festgestellt, dass diese Tradition bei uns immer mehr verloren ging. Das fand ich schade.."


Cuxhavener Nachrichten 9.7.07

Lager in Klassen aufgeschlagen

Rund 3000 Mitwirkende schliefen in Schulen und Turnhallen / Sogar eigene Schlösser mitgebracht
 

mr. - Im Schulflur hängen statt Jacken und Mützen Badetücher an den Kleiderhaken, auf den Fluren wird Geschirr abgespült und Damen huschen im Schlafgewand mit Zahnbürste in der Hand über den Flur: In den Cuxhavener Innenstadtschulen herrschte am Wochenende schon seltsamer Betrieb.
Dies hatte natürlich einen einfachen Grund: Es galt, rund 3000 Mitwirkende und Helfer des Landesfestes unterzubringen, wie Peter Birkmann aus dem-Organisationskomitee in Cuxhaven verrät. Und so bezogen die Gruppen de Landestrachtenverbandes das AAG und die Realschule, der Landessportbund zog ins LiG ein, die niedersächsische Kulturjugend in die Abendrothschule, die DLRG in, die Rundturnhalle und die Landessportjugend und die Jugendfeuerwehr in die BBS. Auch die Grimmershörnhalle diente als Quartier.
Allein 1500 Mitglieder der Trachtengruppen aus ganz Niedersachsen vertauschten ihr gemütliches Bett mit einer Schlafstätte in einer Schulklasse.
Aber daran sind die "alten Hasen" gewöhnt und haben sich auch schon prima ausgestattet: "Wir haben uns alle Liegen gekauft, auf Luftmatratzen müssen wir nicht mehr schlafen", erzählt Uta Brocke, stellvertretende Landesvorsitzendes des Trachtenverbandes Niedersachsen. Sie hat mit ihrer Gruppe aus Salzgitter-Saldern im
AAG Quartier gefunden und ist hellauf begeistert: "Also wirklich ganz toll sauber und gepflegt, das kennen wir auch anders!" Auch für die Organisation und die Fülle des
Frühstücks findet sie nur Lob -eine tolle Bestätigung auch für den DEHOGA Cuxhaven, allen voran Organisatorin Petra Gebhard, die an allen Tagen in den BBS die Stellung hielt.
Übrigen: Wenn die Trachtengruppen in die Schulen einziehen, dann bauen die Hausmeister vor- her die Schließzylinder aus. Die Gruppen bringen eigene mit und können dann selber abschließen -zu groß ist die Angst vor allem um die wertvollen Trachten, von denen viele unersetzliche Originale sind, wie Uta Brocke weiß.
Bei unserem Rundgang erklingt in allen Etagen Musik, es wird noch mal schnell geprobt, Haare werden aufgesteckt und die Kleinen zum Teil noch von den Erwachsenen angezogen.
Überall geht es gemütlich zu, auch beim Frühstück, bei dem die Gruppen sich an den Tischen vermischen: "Das zeichnet eben uns Trachtenträger aus, die partnerschaftliche Atmosphäre", sagt Uta Brocke auch ein wenig stolz.


Cuxhavener Nachrichten 9. u. 10.7.2007

Niedersachsen in seiner Farbigkeit

Impressionen vom Trachtenumzug zum Ende des Landesfestes

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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